Dorfzentrum Obergösgen; Kreiselbau sitzt in den Startlöchern

Rund 70 interessierte Obergösger Einwohner fanden sich am Infoabend in der Mehrzweckhalle ein, um Genaueres über den geplanten Bau von zwei Kreiseln in der Dorfmitte zu erfahren. Es informierten Lothar Bürgi vom Amt für Verkehr und Tiefbau, Benjamin Rogger vom Ingenieur- und Planungsbüro KFB Pfister AG sowie der Obergösger Architekt Peter Ungerer.

 

 

 

 

 

 

Nachdem 2015 der Erschliessungsplan publiziert wurde, gingen sieben Einsprachen ein. Mit vier Beschwerdeführern konnte im Gespräch eine Lösung gefunden werden, drei weitere lehnte der Regierungsrat Anfang 2016 ab. Zwei davon richteten sich daraufhin ans Verwaltungsgericht. Im Februar entschied das Verwaltungsgericht in einer Beschwerde zugunsten der Bauherren. Am Infoabend gab Bürgi bekannt, dass mit dem anderen Beschwerdeführer eine Vereinbarung getroffen werden und das Anliegen beim Verwaltungsgericht sistiert werden konnte.

Baustart in ein bis zwei Wochen

Am 5. Mai wird die Genehmigung der kantonalen Erschliessungspläne publiziert, womit die Pläne rechtskräftig werden. Bis Ende Mai möchte der Kanton die letzten Entschädigungsverträge mit Anwohnern abgeschlossen haben, von denen teilweise Land erworben werden muss, so Bürgi. Läuft alles nach Plan, können die Bauarbeiten Ende Mai starten. Bereits ab nächster oder übernächster Woche wird die Einwohnergemeinde mit Kanalisationsarbeiten auf der Lostorferstrasse beginnen. Geplant ist eine Bauzeit von 14 Monaten. Läuft alles gut, können die Arbeiten im Mai oder Juni nächsten Jahres abgeschlossen sein. Der Deckbelag folge im folgenden Herbst oder, falls das Wetter nicht mitspielt, im Frühjahr 2019. Sowohl Bürgi als auch Rogger zeigten sich von der aktuellen Lösung überzeugt.

Der Umbau erfolgt in drei Phasen. Die erste Bauphase betrifft die Fahrspur von Aarau Richtung Olten. Nach einigen Arbeiten an den Wasserleitungen im Mai soll etwa Anfang Juni mit dem Bau der Kreisel angefangen werden. In der zweiten Bauphase folgt die Gegenrichtung. Die Ausfahrt Kirchweg Ost wird mit dem Bau des Kreisels aufgehoben. Eine Treppe wird zukünftig den Zugang für die Fussgänger gewährleisten. Den Schluss bilden die Gestaltungsmassnahmen entlang der südlichen Gehwege und der Abschluss der Kreiselmitten. Was genau die Kreisel künftig zieren wird, ist noch nicht bekannt und liegt in der Hand der Gemeinde.

Möglichst keine Ampeln

«Die Verkehrsführung während der Bauzeit soll möglichst immer zweispurig und ohne Ampeln erfolgen», betonte Rogger. Dies verhindere lange Staus und Wartezeiten. Der Langsamverkehr, also Fussgänger und Velofahrer, werden mittels Umleitungen, provisorischer Übergänge und Absperrungen durch die Baustelle geführt. Betreffend der angrenzenden Liegenschaften sei das Ziel, die Zufahrt möglichst immer zu gewährleisten. Während der Belagsarbeiten ist dies nicht möglich. Ersatzparkplätze werden zur Verfügung gestellt.

Weiter müssen die Bushaltestellen während der Bauarbeiten verschoben werden. Während der Bauzeit informiert die Bauleitung mit Flugblättern. Darauf stehen die Kontaktangaben der Bauherren. «Mir ist es lieber, ihr ruft an, als die Faust im Sack zu machen», so Rogger.

Offene Fragen in der Bevölkerung

Tatsächlich schien die Obergösger noch einiges zu beschäftigen. Die Wortmeldungen betrafen hauptsächlich die Verkehrsführung während der Baustelle und die Auswirkungen für die Zufahrt zum Friedhof. Martina Pfister, Inhaberin des Coiffeurladens an der Aarauerstrasse, sorgte sich um die Sicherheit des Trottoirs vor ihrem Geschäft und fragte nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Dies ist laut Rogger nicht vorgesehen. Bürgi verteidigte die aktuelle Lösung, zeigte sich jedoch bereit, falls nötig zu reagieren und weitere Massnahmen zu treffen. Weiter ein Thema waren die Parkplätze um die Kirche, die insbesondere bei Beerdigungen stark genutzt werden. Architekt Peter Ungerer betonte, dass in diesem Falle die Baustelle auf die Beerdigung Rücksicht nehme und die Zufahrt sicherstelle. Damit konnte er die Zweifel der anwesenden Obergösger jedoch nicht ausräumen.

Zu reden gab auch die Breite der Fahrbahnen, die während der Bauzeit teilweise auf je drei Meter reduziert wird. Dies betrifft vor allem die Landwirte, die mit ihren Geräten von dreieinhalb Metern Breite Schwierigkeiten haben werden. Rogger antwortete, die Fahrahnen könne kurzfristig verbreitert werden, um grossen Gefährten die Durchfahrt zu erleichtern. Zudem entsprächen die drei Meter Breite der Fahrspur, in der Regel wird jedoch mehr Platz bleiben. Beispielsweise könne in der zweiten Bauphase mit einem Rad auf das neue Trottoir ausgewichen werden. Er wies darauf hin, dass die Alternative eine einspurige Verkehrsführung mit Ampeln gewesen wäre, was zu langen Wartezeiten geführt hätte. Die Fahrspuren während der Bauzeit um je einen halben Meter zu verbreitern sei nicht umsetzbar.

 

 

 

 

 

 

 

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